Interkulturelle Mediation

Interkulturelle Mediation ist insbesondere dort wirksam, wo unterschiedliche kulturelle Herkunft der Konfliktparteien Verständigung, gegenseitiges Verstehen und damit die Lösungsfindung beeinträchtigt.
Sitten, Sprache, Gebräuche, Traditionen, Zeitgefühl, Ehrgefühl, Hierarchien und Modalitäten der Entscheidungsfindung sind stark durch die jeweilige kulturelle Identität geprägt.
Unterschiedliche kulturelle Herkunft bewirkt in verstärktem Maße auch unterschiedliches Konfliktverhalten.

Deshalb legt die interkulturelle Mediation ihren Schwerpunkt nicht nur auf die „Lösungsfindung“, sondern entwickelt einen Lernprozess "inter culturas", ein interkulturelles Verstehen und Verständnis zwischen den Parteien, um damit den Boden für eine tragfähige Konfliktlösung zu bereiten.

Einsatzfelder der interkulturellen Mediation:

Diese sind so spezifisch oder so weit, wie sich der Begriff "Kultur" definieren lässt:

  • in Unternehmen mit multikultureller Belegschaft
  • in internationalen Geschäftsbeziehungen
  • zwischen Unternehmen und Organisationen gleicher Nationalität
  • (wenn unterschiedliche Unternehmens- und Organisationskulturen aufeinander treffen)
  • im Kontext sozialer Brennpunkte
  • in Partnerschaften zwischen Angehörigen unterschiedlicher Nationalität
  • auf der Ebene der Völkerverständigung und der (Friedens-)Politik


Ansprechpartner im MAS
Ernst und Angelika Bauer, Anke Hebenstreit, Petra Manz, Hildegard Schwering